Voyager Travel & Go Compass: Die beiden Urlaubsclubs unter der Lupe – Canaria Journalen

Slik-gaar-nordmenn-i-ferieklubbfella-paa-Gran-Canaria_largeFoto from original article in Canarian Journalen

In der Norwegischen Presse, im Canarian Journalen, wurde gerade ein sehr interessanter Artikel über die beiden Urlaubsclubs Voyager Travel & Go Compass veröffentlicht.

Der Artikel im Canarian Journalen wurde auf norwegisch verfasst und kann unter folgendem Link gelesen werden: http://goo.gl/itVlCt.

Da wir uns bewusst sind, dass nicht jedermann des Norwegischen mächtig ist, der Inhalt jedoch von höchstem Interesse ist, haben wir im Nachfolgenden eine Zusammenfassung des Berichtes erstellt.

Die im Artikel wiedergegebenen Informationen stammen offensichtlich von einem ehemaligen, norwegischen Angestellten des Urlaubsclubs Voyager Travel auf Gran Canaria, nun in Go Compass umbenannt, und diese(r) Angestellte enthüllt auf welche Weise dort norwegische Staatsbürger in unvorteilhafte Verträge gezogen und irregeführt wurden.

Nach dem Polizeieingriff im Juli 2013, bei dem es zahlreiche Verhaftungen gab und der eine zurzeit noch andauernde Gerichtsverhandlung zur Folge hatte, führt der Club seine Geschäfte weiter wie zuvor.  Immer noch kaufen eine grosse Anzahl von Norwegischen Konsumenten neue Mitgliedschaften in Urlaubsclubs. (…und auch andere Nationalitäten)

Im Folgenden berichtet der frührere Angestellte über den Modus Operandi:

Dieser frührere Angestellte von Voyager Travel enthüllte Carariajornalen.no wie schlecht tatsächlich die Arbeitsverhältnisse dort sind.  Der Ex-Angestellte bat um Anonymität aus Angst vor Repressalien und wird deshalb im Folgenden als „die Quelle“ bezeichnet.

Kommentare in Bezug auf einige der aktuellen Angestellten:

Einige Angestellte haben eine kriminelle Vergangenheit und arbeiten unter falschem Namen. Der Konsum von Kokain ist an der Tagesordnung, und zwar mit Wissen und unter Akzeptanz von Seiten des Managements. Einige der Angestellten können nicht nach Norwegen zurückkehren, weil sie dort wegen Raub, Daten-Diebstahl und anderen Verbrechen gesucht werden.

Das Verkaufsteam wird an Informationen über die Mitgliedschaft im Urlaubsclub so kurz wie nur möglich gehalten, so dass sie in der Lage sind, ohne schlechtes Gewissen zu verkaufen, und ihren Kunden dabei sogar in die Augen sehen könnten.

Bezüglich des Urlaubsclubs wird Folgendes berichtet: 

Die Quelle gibt an, dass viele von den Anlagen (10 bis 15) den Mitgliedern gar nicht zugänglich sind, obgleich der gegebenen Versprechen. Diejenigen Mitglieder, die versuchen in eine solche Anlage zu buchen, erhalten stets Ausflüchte, warum das nicht möglich sei, und werden mit anderen Unterkünften abgespeist. Es wurde auch bemerkt, dass über Go Compass nun noch weniger Anlagen zur Verfügung stehen als zuvor mit Voyager Travel.

Der Vertrag besagt, dass alle Urlaubsziele von der jeweiligen Buchungs-Verfügbarkeit abhängen, und dass das Angebot an Urlaubsszielen von Zeit zu Zeit verändert werden kann.

Während der Verkaufspräsentation schlagen die Verkäufer einen harten Ton an: Der Verkäufer hat keine Einschränkungen, er darf alles sagen (versprechen), was er möchte.  Die Quelle bestätigt, das es dem Verkaufspersonal freisteht, die Kunden im Verkaufsgespräch mit welchen Mitteln auch immer zu locken.

Der der Canariajornalen.no vorliegende Verkaufsvertrag bestätigt die vorangegangene Erklärung der Quelle, da darin festgelegt wird, dass mündliche Abmachungen weder gültig noch bindend sind.

Mit anderen Worten, der schriftliche Vertrag  ist anfechtbar, während die mündlichen Versprechungen des Verkäufspersonals während der Präsentation keinerlei legalen Wert besitzen.

Es werden ungenaue Angaben gemacht: Einige der Schlüsselpunkte werden gut versteckt, oder existieren gar nicht im Vertrag.

Es wird zum Beispiel von den Mitgliedern laut Vertrag verlangt, an einer 90-minütigen Verkaufspräsentation teilzunehmen, und zwar jedesmal, wenn sie einen ihrer einer Woche entsprechenden Urlaubsgutscheine einlösen. Diejenigen, die sich nicht daran halten, müssen dann den vollen Preis für ihren Urlaub entrichten, und dabei kann es sich durchaus um Summen von etwa 6.000 norwegische Kronen pro Urlaubswoche handeln, was etwa 730 Euro pro Woche entspricht.

Flugtickets und Kreuzfahrten – Gemäss der Quelle müssen die Urlaubsclub-Mitglieder, um ihren Urlaub geniessen zu können, teure Flugtickets kaufen von einer bestimmten Fluglinie.  Die Flüge werden also sehr teuer; die Tickets für vier Personen kosten etwa 100.000 norwegische Kronen (etwa 1.200 Euro).

Vertragsstornierungen werden abgelehnt – Die EU- Richtlinie für Urlaubsclubs und Timesharing bestimmt, dass der Konsument eine 14-tägige Kündigungsfrist (cooling off period) ab Vertragsunterzeichnung erhalten muss, aber es ist tatsächlich ausserordentlich schwer den Vertrag mit diesem Urlaubsclub zu stornieren.

Die Quelle bestätigt auch, dass die Angestellten instruiert werden, dass es nicht möglich sei, den Vertrag zu kündigen, und dass sie solange ablehnen sollen, bis der Kunde die Polizei oder andere Authoritäten einschaltet. Viele Kunden waren unglücklich mit ihrem Kauf und versuchten ohne Erfolg zu stornieren.

Der Vertrag – Der Firmenname, der auf dem Go Compass-Vertrag erscheint, ist die Lifestyle Holiday Ltd., Orbit Management SL. Lifestyle Holiday Ltd., also die gleiche Firma die im zuvor vermarkteten Urlaubsclub, dem Voyager Travel, verantwortlich zeichnete.

Weitere Informationen bezüglich der Go Compass-Mitgliedschaft können Sie im Original-Artikel nachlesen (in norwegisch; Sie können jedoch mittels Google eine Übersetzung dessen erhalten) unter folgendem Link – http://goo.gl/KWCVRs  –  über die Norweger Kent Lind aus Sortland, der im Januar in eine Go Compass-Mitgliedschaft gezogen wurde, und Hilde L. aus Oslo, die bereits seit 2009 Mitglied in diesem Urlaubsclub ist. Beide zutiefst unglücklich mit ihrer Mitgliedschaft!

Canariajournalen.no versuchte vor dem Erscheinen des Artikels eine Stellungnahme von Eugen Friedrich Kaiser, Geschäftsführer der beiden Urlaubsclubs, bezüglich des Inhaltes dieses Artikels zu erhalten, aber Herr Kaiser antwortete erst nach der Veröffentlichung desselben.

In einer E-Mail an Canariajournalen.no antwortete Eugen Kaiser, dass die in den über den Club Puerto Atlantico und ihn selbst veröffentlichten Artikeln enthaltene Information Fantasiegeschichten seien, und lediglich dazu dienten, Angst und Misstrauen in der grossen Mitgliederschaft seiner Urlaubsclubs zu schaffen.

Canariajournalen.no hat Informationen an das Norwegische Fernsehen, TV2, weitergeleitet mit dem Ergebnis, dass am 17.4. im Norwegischen Öffentlichen Fernsehen ein Beitrag über die Urlaubsclubs in Arguinguin, Gran Canaria, ausgestrahlt wurde. Bitte sehen Sie unter folgendem Link – http://goo.gl/nDDWU9.

ENGLISH VERSION

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