Newsletter Mai 2015 – Was ist zu befolgen, wenn Sie sich plötzlich in einer Verkaufsveranstaltung eines zweifelhaften Urlaubsclubs befinden?

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Nun, es ist wieder die Jahreszeit, und wir befürchten bereits bald wieder Berichte von unglückseligen Urlaubern zu erhalten, die Verkaufsveranstaltungen solcher Schwindel-Urlaubsclubs besucht haben, und damit endeten, sich in irgendwelche dubiosen Urlaubsclub-Mitgliedschaften eingekauft zu haben und mit DVDs oder Urlaubs-Kreditpunkten nach Hause kamen, die sie weder kaufen wollten noch benötigen, und meist auch nicht nutzen können.

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, wie man in eine solche Verkaufsveranstaltung dubioser Urlaubsclubs geraten kann:

  • Verkaufsveranstaltungen, die als Pflicht-Bestandteil von Billig- oder Werbe-Urlaubsangeboten bei sogenannten Fly-Buy-Reservierungen im Angebot mit verkauft werden.
  • Verkaufsveranstaltungen, zu deren Teilnahme die Konsumenten auf der Straße mit Hilfe von Rubbelkarten gebracht werden, und an denen sie zunächst teilnehmen müssen, um ihren angeblich gewonnenen Hauptpreis zu erhalten.
  • Einladungen zu Meetings mit Versprechungen bezüglich des Wiederverkaufs des Timeshares / Ferienwohnrechts der Konsumenten, oder auch mit Versprechungen über die Rückerstattung des ehemals für das Timeshare / Ferienwohnrecht gezahlten Geldes, wobei der Konsument dann auch meist mit dem Kauf eines anderen Urlaubs-Produktes endet.

Sollten Sie an einer solchen Verkaufsveranstaltung teilnehmen, ist es wichtig sich an folgende Regeln zu halten:

  • Um sicher zu gehen, dass Sie keiner möglichen Versuchung unterliegen, nehmen Sie am besten erst gar keine Kredit- oder Bankkarten mit sich.
  • Stellen Sie sicher, eine detaillierte Beschreibung des angebotenen Services zu erhalten, sowie eine komplette Aufklärung über Ihre Rechte und Pflichten inkl. zukünftiger Zahlungsverpflichtungen, die mit dem angebotenen Produkt / Service verbunden sind, und zwar schriftlich.
  • Stellen Sie sicher über die Geschäfts-Adresse der Firma zu verfügen, und während der Veranstaltung Notizen über alles Gesprochene zu machen, so dass Sie nachher mit den Dokumenten vergleichen können.

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Lassen Sie sich nicht auf emotioneller Basis zu einem Kauf HIER UND JETZT bewegen.

Viel zu oft geschieht es, dass Konsumenten aus einer momentanen Emotion heraus einen solchen Kauf getätigt und es danach bitter bereut haben, denn es gibt kaum Chancen aus dem Vertrag auszuscheiden. Gut Ding will Weile haben! Lassen Sie sich also nicht auf schnelle Geschäfte während einer solchen Veranstaltung ein, ohne die Zeit zu haben, alle Pros und Contras einer solchen Mitgliedschaft gründlich untersucht zu haben. Wenn möglich, nehmen Sie die Unterlagen mit in ihr Hotel, und nehmen Sie sich die Zeit ALLES, auch das Kleingedruckte, zu lesen und zu verstehen, bevor Sie Ihre Unterschrift darunter setzen.

Nichts ist Umsonst! Preise und andere Stimuli, die bei solchen Veranstaltungen dazu gegeben oder versprochen werden, haben normalerweise einen Haken, und beinhalten meistens „sehr kleingedruckte“ Auflagen und Beschränkungen. Im Allgemeinen haben diese Angebote Tücken, wie z.B. eine „Gratis-Kreuzfahrt-Reise“, bei der Registrierungskosten pro Person anfallen und bei der die Verpflichtung besteht, die Flüge mit einem ganz bestimmten (teuren) Fluganbieter zu kaufen, oder etwa Buchungsgebühren bei der angeblichen „Gratis-Urlaubswoche“.

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Unterschreiben Sie NICHTS was Sie nicht vorher komplett durchgelesen haben. Das ist vielleicht das Schwierigste und einer der Tricks an allem, denn wir wissen, dass die Unterlagen und Dokumente oft erst nach stundenlangen, sehr ermüdenden Verkaufsgesprächen vorgelegt werden, und dann schnellstmöglich in einem Stoß Papier eins nach dem anderen unterzeichnet werden sollen. Es ist aber UNERLÄSSLICH sicherzustellen, dass das was auf den Unterlagen geschrieben steht auch wirklich mit dem Gesprochenen / den Versprechungen über den Kauf des Produkts / Services übereinstimmt. Wenn man Ihnen zum Beispiel erklärt hat, dass Sie sich in eine 3- oder 6-Jahres-Mitgliedschaft einkaufen, dann muss das auch so auf den Dokumenten reflektiert sein, und wenn man Ihnen mitteilt, Ihre Urlaubs-Kreditpunkte würden nach 14 Monaten wieder zurückgekauft, dann muss das unbedingt so in den Unterlagen verzeichnet sein. Deshalb ist es wichtig Notizen zu machen, und sicherzustellen, dass alles Gesprochene mit den Unterlagen übereinstimmt. Falls das nicht der Fall ist, sollten Sie sofort Abstand nehmen!

Recht auf Vertragskündigung. Fragen Sie unbedingt nach Ihrem Kündigungsrecht, und verlangen Sie dies schriftlich niederzulegen. Wenn Sie in einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums einen Vertrag unterzeichnen, denken Sie immer daran, dass Sie ein 14-tägiges Kündigungsrecht haben, falls Sie Ihre Meinung ändern sollten, und es sollte keine Geldzahlung an diesem Tag gemacht werden!

Geben Sie sich selbst genügend Zeit, über alles nachzudenken und Informationen einzuholen. Versichern Sie sich, dass sämtliche an der Verkaufsveranstaltung vom Verkaufspersonal gegebenen Informationen, sei es über die Firma selbst, oder über das angebotene Produkt, oder auch die Angaben in Bezug auf bereits bestehende Mitgliedschaften korrekt und der Wahrheit entsprechend sind. Lassen Sie sich nicht von Geschichten oder „Wahrheiten“ beeinflussen, von denen Sie noch nie gehört haben, ohne diese zu überprüfen. Besonders denjenigen Konsumenten, die zu einer Veranstaltung gehen in dem Glauben ihr Timeshare dort verkaufen zu können, oder die man zu einer Veranstaltung einlädt, an der man ihnen verspricht, man könne für das Timeshare gezahlte Beträge zu 100% zurückerhalten, ist äußerste Vorsicht geboten. Aussagen wie „wir arbeiten mit den größten Reiseunternehmern“ oder auch „mit den größten Timeshare-Tauschgesellschaften zusammen“, „alle Timeshare-Verträge beinhalten die Ewigkeitsklausel“, „der einzige Ausweg ist unser Produkt“, oder auch „wir können für Sie Ihr Geld zurückerlangen“, … all diese Aussagen bedürfen zunächst einer Verifizierung und Bestätigung. Forschen Sie nach! Suchen Sie nach Informationen über die Firma und fragen Sie nach verschiedenen Referenzen. Vergleichen Sie die Angebote und die Preise mit anderen Anbietern.

Verwechseln Sie nicht dubiose Schwindel-Urlaubsclubs mit Timeshare. Oftmals berichten Konsumenten von Timeshare-Veranstaltungen, dabei sind es tatsächlich Verkaufsveranstaltungen solcher zweifelhaften Schwindel-Urlaubsclubs, die sie besucht haben und das eine hat mit dem anderen tatsächlich nichts zu tun. Timesharing ist in der heutigen Gesetzeslage sehr gut reguliert, und die Rechte der Konsumenten stehen dabei im Vordergrund. Deshalb informieren Timeshare-Unternehmen heutzutage im Allgemeinen über wichtige Dinge wie Kündigungsrecht etc., es werden keine Anzahlungen verlangt, und die Verträge und Unterlagen entsprechen normalerweise der aktuellen Gesetzgebung.

Denken Sie immer daran, Sie müssen nicht kaufen. Bei solchen Verkaufsveranstaltungen solcher zweifelhafter Urlaubsclubs werden hochgradig aggressive Verkaufstaktiken angewandt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dem standzuhalten, gehen Sie besser erst gar nicht auf eine solche Veranstaltung, oder verlassen Sie die Veranstaltung, sobald Sie beginnen sich unwohl zu fühlen. Wenn Sie zu einem Werbe-Urlaub eingeladen wurden, versichern Sie sich vorher die Geschäftsbedingungen über die Teilnahme an der Verkaufsveranstaltung gut durchzulesen. Lassen Sie sich vom Verkaufspersonal nicht einschüchtern mit der Drohung für Ihren Aufenthalt bezahlen zu müssen. Und sollten Sie von der Straße weg an irgendeinen unbekannten Ort oder in irgendein abgelegenes Hotel gebracht worden sein, bitten Sie einfach das Empfangspersonal darum, ein Taxi zu bestellen. Das Taxi kommt Sie sicher günstiger, als sich in irgendeine Mitgliedschaft einzukaufen, die Sie weder haben wollten, noch gebrauchen können.

Wenn Sie es schaffen, Emotionen außen vor zu lassen, genau wissen was Sie unterschreiben und so gut wie möglich informiert sind, können Sie sich einen echten Albtraum im Urlaub ersparen.

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About mindtimeshare

Mindtimeshare SLU is registered Company reg number: B35957182 Mindtimeshare provides assistance to timeshare owners who have been defrauded by holiday clubs and bogus resale companies. The Mindtimeshare project was launched in February 2011. After dealing with timeshare members over several years who had been defrauded by numerous bogus companies and for large amounts of money, I considered launching an Organisation to help timeshare owners that have been targeted by bogus companies. On this blog you can find information about the different active scam companies and their “modus operandi” and also place comments, ask questions and see comments from other consumers who have the same doubts or have been through the same experience. Mindtimeshare has resulted in a huge success and has received the back up from not only timeshare consumers but also from the professionals in the timeshare Industry. Mindtimeshare helps timeshare owners who have been scammed by bogus Discount Holiday Clubs; bogus cash back companies; fraudulent timeshare resale companies; bogus class action companies and false lawyers and notaries. We offer professional answers and advice to Timeshare users. If you want to send an email instead of posting a comment on the blog please do so by emailing: customercare@mindtimeshare.com
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